
Immobilienkauf im Ausland: Ein ehrlicher Überblick
Was jeder grenzüberschreitende Käufer bedenken sollte, bevor er sich in einen Ort verliebt, an dem er nicht lebt.
Eine Immobilie in einem anderen Land zu kaufen kann wunderschön sein – als Ferienhaus, als Altersvorsorge, als Investition oder als neuer Lebensabschnitt. Es kann aber auch zu einem kostspieligen Ärgernis werden, wenn man es wie einen Kauf im Inland behandelt. Dieser Leitfaden beleuchtet die Fallstricke, die internationalen Käufern am häufigsten begegnen.
Dürfen Ausländer dort überhaupt kaufen?
Viele Länder schränken ein, wer was kaufen darf. Manche erlauben Ausländern den uneingeschränkten Kauf von Wohneigentum ohne zusätzlichen Papierkram; andere beschränken den Besitz auf Pachtstrukturen, verbieten ihn in bestimmten Regionen völlig oder setzen zunächst einen Aufenthaltsstatus voraus.
- Thailand: Ausländer können im Allgemeinen kein Land direkt erwerben, aber Eigentumswohnungen besitzen.
- Neuseeland & Kanada: haben in den letzten Jahren erhebliche Einschränkungen für nicht ansässige Käufer eingeführt.
- Mexiko: Ausländer können in Küsten- oder Grenznähe nur über einen Banktreuhandfonds (fideicomiso) kaufen.
- Schweiz: strenge Einschränkungen für nicht ansässige Käufer, insbesondere in Nicht-Tourismusgebieten.
Achtung
Die Vorschriften in diesem Bereich ändern sich häufig. Informieren Sie sich stets beim lokalen Anwalt über die aktuelle Rechtslage – nicht in einem Internetforum.
Lokale, unabhängige Fachleute beauftragen
Beauftragen Sie einen Anwalt, der unabhängig vom Verkäufer und vom Makler ist und der im Kaufland zugelassen ist. Bezahlen Sie ihn selbst. Die paar Tausend Euro, die es kostet, sind die günstigste Absicherung, die Sie je treffen werden.
Alle Steuern verstehen
Immobilientransaktionen können Grunderwerbsteuer, Stempelsteuer, Notargebühren, Eintragungsgebühren, Mehrwertsteuer auf Neubauten sowie laufende jährliche Grundsteuern umfassen. Je nach Land können diese Kosten 5–15 % zusätzlich zum Kaufpreis ausmachen.
Währung und Finanzierung
Die meisten ausländischen Banken gewähren Nicht-Ansässigen keine günstigen Kredite. Möglicherweise müssen Sie Barvermögen einbringen oder gegen Vermögenswerte in Ihrem Heimatland Kredit aufnehmen. In jedem Fall kann der Wechselkurs zum Zeitpunkt der Überweisung den Preis um Zehntausende verändern.
Wer kümmert sich darum, wenn Sie nicht da sind?
Planen Sie die Immobilienverwaltung bereits vor dem Kauf. Leerstehende Häuser verfallen, und in den meisten Ländern muss jemand vor Ort sein, der sich um Versorgungsleistungen, Steuern und Notfälle kümmert.
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